SKULPTUREN
GARTEN
SPANISCHER
​​​​​​​​​​​​​​TURM

TALES FROM THE OTHER SIDE

Phantasmen in Skulptur – Von der Moderne bis zur Gegenwart

In Kooperation mit der BILDGIESSEREI NOACK

14.07. – 27.10.2024

Unter dem Titel »Tales from the other Side« präsentieren die Berliner Bildgießerei und Galerie Noack und die BS Kulturstiftung Darmstadt im Skulpturengarten Spanischer Turm Positionen internationaler moderner und zeitgenössischer Skulptur. Die ausgestellten Skulpturen aus Bronze und Neusilber aus einem Zeitraum von 123 Jahren wurden alle in der Bildgießerei Noack gefertigt.

Verbunden durch eine ästhetische Dimension der Rätselhaftigkeit, eröffnen die ausgestellten Kunstwerke unvermutete Ansätze, die diesseitige Welt durch Unvertrautes zu erweitern. Die »andere Seite« ist im Kontext der Ausstellung als imaginär konstruierte Gegenwelt dessen zu verstehen, was im Allgemeinen als »Realität« bezeichnet wird, wobei sie mit dieser, ähnlich einem Schatten, untrennbar verbunden ist. In unterschiedlichster Formsprache werden künstlerische Strategien erkennbar, die auf Manifestationen des Innenlebens und deren Ursprung in Fantasien, Träumen und Visionen abzielen. Dabei finden sich vielfältige, kulturgeschichtliche Bezüge, wie zu Konzepten der Psychoanalyse, dem menschlichen Denken in Utopien oder der Wirkung des Wissens um nicht adhoc erfahrbare physikalische Gesetze auf unsere Gedankenwelt.

Über DIE Bildgiesserei NOACK

Die Gründung der Bildgießerei geht zurück auf das Jahr 1897. Bis 2009 befand sich ihr Firmensitz in der Fehlerstraße in Berlin-Friedenau. Durch die Neuherstellung prominenter Denkmale, wie der Quadriga von Schadow, des Gusses der Berliner Bären nach dem Entwurf von Renée Sintenis oder der Restaurierung der Viktoria von Drake auf der Siegessäule, hat die Bildgießerei das Berliner Stadtbild mit geprägt und bewahrt.


Die Geschichte der Skulptur im 20. Jahrhundert ist somit eng mit dem Namen Noack verbunden. Auch während der Teilung Berlins blieben wir für namhafte Künstlerinnen und Künstler eine der ersten Adressen und wurden durch die Ausführung von Aufträgen in Europa und den USA international bekannt. Für Wilhelm Lehmbruck, Käthe Kollwitz, Georg Kolbe, Henry Moore, Joseph Beuys, Rainer Fetting, Georg Baselitz und Jonathan Meese haben wir den künstlerischen Wandel in der Auffassung der Plastik mit vollzogen und ausgearbeitet. Neben dem klassischen Bronzeguss entwickelten wir im Laufe der Jahre weitere Gieß-, Patinierungs- und Veredelungsverfahren und konnten unsere Produktionsstandards stets steigern.

Thematisch entstehen auch Verknüpfungen zum Ausstellungsort, dem Spanischen Turm und dem sich um diesen herum befindenden Skulpturengarten. Den Ursprung des Spanischen Turms umgibt ein Mysterium. Vermutlich in seinem Fundament und Erdgeschoss als künstliche Ruine Ende des 18. Jahrhunderts angelegt, lässt Karl von Hessen den Turm 1954 fertigstellen und gibt ihm seinen heutigen Namen, »Château d’Espagne«, der als französischen Redewendung metaphorisch für utopische, unrealistische Vorstellungen oder den deutschen Begriff »Luftschloss« steht. Seine Erbauung liegt in der Zeit des Aufkommens der künstlerischen Moderne, mit dem auch unter Einfluss der neuen Erkenntnisse der Psychoanalyse die Entdeckung des ästhetischen Potentials von Fantasien, Träumen, Reminiszenzen und Halluzinationen einhergeht. Auch die Gießerei Noack erlebt ihre Gründung in einer Zeit, die von gewaltigen gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt ist, die auch auf die Kunst wirken. Als verbindende Konstante bleibt das jahrtausendalte Kunsthandwerk des Bronzegusses, bei dem Künstler ihre Ideen in das lange Zeit überdauernde Material der Bronze gießen lassen. Vor diesem Hintergrund reflektieren die in der Ausstellung gezeigten Werke die Auswirkungen dieser Veränderungen bis in die Gegenwart.

Mit Werken von: Anna Bogouchevskaia, Karol Broniatowski, Luciano Castelli, Per Dybvig, Rainer Fetting, Fotis, Leiko Ikemura, Georg Kolbe, Alicja Kwade, Heinz Mack, Jonathan Meese, Vera Röhm, Louis Tuallion, Arie van Selm, Thomas Zipp


Kuratiert von: Isabella Greenberg und Gesa Zipp

EINE ZUSAMMENARBEIT VON:

Mit freundlicher Unterstützung von:

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